Donnerstag, 18. Februar 2016

Was sind deine Werte?



Gestern in der FrauenLounge vom HumanTrust kam wieder die Aufforderung sich die eigenen Werte klar zu machen und sich für sie einzusetzen. Die erste Aufforderung war im Montags-Video drin. Ich fand es schön, dass Andrea auch gesagt hat: Wir Frauen tun uns schwer unsere Werte zu leben. Ich dachte, es gäbe viele-viele Frauen, die selbstsicher sind und ihr Ding machen und die Minderheit ist eben die, die wissen was sie wollen und es aber irgendwie nicht durch setzen können. Ich bin ja auch eine, die ihre Bedürfnisse gerne hinten dran stellt.

Bild-Quelle: Human Trust
Ich gebe den Impuls weiter und empfehle jedem von euch sich etwas Zeit zu nehmen und etwa  für unsere Leistungsgesellschaft Ungewöhnliches zu machen: Sich fragen was einem wirklich-wirklich wichtig ist. Nicht nur eine Liste mit Begriffen aufstellen, nein, diese auch in ein paar Sätzen zu definieren. 

Meine Werte teile ich sehr gerne mit euch. Dieses Jahr will folgendes auf der Wichtigskeits-Skala etwas nach oben schieben.
1. Leichtigkeit
=> Es darf einfach sein. Ich möchte Leichtigkeit im Inneren aufbauen. Leichtigkeit im Inneren wird Leichtigkeit im Außen spiegeln (evtl. am Gewicht). Ich möchte nicht mehr kämpfen, ich möchte nachgeben. Ich will dort aufgeben, wo ich merke, dass ich gegen die Wand mit dem Kopf renne, obwohl daneben die Tür ist. Und wenn ich keine Tür sehe, dann wünsche ich mir Geduld zu warten, bis diese Tür kommt. Vielleicht kommt sie auch anders als gedacht.

2. Lässigkeit, Vertrauen dem Leben gegenüber
=> Ich wünsche mir mehr Gelassenheit. Das Leben hat sich schon was dabei gedacht, dass es mich so erschaffen hat, wie ich bin und dass es mich in genau diese Situation gelenkt hat. Locker damit umgehen.
Anfangs habe ich diese zwei Punkte zusammen genommen, dann habe ich aber nach gespürt. Nein, es sind zwei verschiedene Sachen. Leichtigkeit ist die Offenheit Wundern gegenüber, nicht mehr kämpfen. Vertrauen ist für mich annehmen was ist, auch nicht kämpfen. Aber bei Leichtigkeit steht eben dieses Gefühl von leicht und einfach dahinter und bei Vertrauen ist es der Glaube, dass alles seinen Sinn hat. Ganz feiner Unterschied, aber für mich bedeutend.
3. Achtsamkeit
=> Immer mehr im hier und jetzt leben. Da sein. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Mit den Gedanken da bleiben und weder zu sehr in die Vergangenheit fallen (oh, das habe ich aber nicht gut gemacht oder oh, der hat mich damals aber sehr verletzt) noch in die Zukunft (okay, danach werde ich dies und das machen und morgen werde ich noch das machen.
4. Demut und Mäßigung
=> In Demut sein ist für mich das Gegenteil von größenwahnsinnig. Ich bin auch nur ein Mensch, auch wenn ich Heilerin bin. Ich bekomme diese Kraft von oben, bin dankbar dafür und ich bin deshalb NICHT besser.
Mäßigung hängt für mich damit zusammen. Groß Träumen ja, aber klar nach außen kommunizieren, so bin ich und ich bin auch nicht perfekt. Ich zügele meine Wünsche, ich gebe nicht maßlos meinem Ego nach.
5. Wachstum und Herausforderung
=> Mir ist es wichtig zu wachsen, ich will heraus gefordert werden. Ich will Neues, ich will Ziele stecken und erreichen und doch habe ich bisher mich etwas kleiner gemacht, damit ich ja das Selbstwertgefühl von meinem Mann  nicht verletze.

Hey, ich habe in einer Woche so viel verdient und wow, das finde ich toll. Es war eine Herausforderung, ich bin gewachsen, habe mal wieder die obere Grenze durch gebrochen und das will ich mit meinem Mann auch teilen bzw. einfach dazu stehen und sagen: Das habe ich geschafft!
Genauso geht es mir mit der Heilpraxis. Ja, ich will eine Praxis, mit der ich richtig Geld machen kann und weißt du was, mein liebster Schatz, wenn du so eine starke Frau wie mich nicht an deiner Seite haben willst, dann ist es dein Problem.
Ich will, dass unsere Beziehung wächst und dabei ist es mir egal, ob du zu müde bist. Ich will Wachstum auch in der Beziehung. Herausforderung und Abenteuer und Feuer und Lust und Nervenkitzel.
7. Selbstliebe und Selbstachtung
=> Ich nehme an, was ist. Ich lerne mich ehrlich kennen. Ich lerne meine Stärken zu schätzen und meine Schwächen anzunehmen. Ich schenke mir Anerkennung für all das, was ich tue. Ich bin in Frieden mit meinem Körper = auch ein Ziel. Ich begegne mir selbst mit Respekt. Ich schenke mir Wertschätzung. Ich bin wertvoll und so behandele ich mich auch.
8. Vegane Rohkost
=> Wichtig für mich, weil es meinem Seelenkleid wirklich gut tut. Ich habe das Ziel und ich habe den Wert, aber ich habe auch Bedürfnisse. Ich will lernen meine Bedürfnisse zu erkennen und sie auf eine gesunde Weise zu erfüllen. Ungesund ist es , das Bedürfnis nach Stimulanz oder nach Ruhe mit Essen zu erfüllen. Ungesund ist es, etwas machen, worauf man keine Lust hat und sich dann mit Essen zu belohnen bzw. zu motivieren. Ich esse mal schnell einen Keks und dann mache ich mich an die Übersetzung.
Anfangs hatte ich noch "Handlungsfreiheit" in der Liste. Aber das lebe ich ja eh schon ziemlich gut. Ich darf arbeiten, wann ich will. Ich darf joggen, wann ich will.
Und was sind deine Werte? Muss ja nicht so großartig ausgeschrieben sein. Was ist dir wirklich-wirklich wichtig?

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