Dienstag, 17. November 2015

Lass dein Licht leuchten


Zwei feuerrote Streifen durchzogen den Himmel.

- Mama, was soll ich nur tun?
- Was meinst du mein Kind?
- Wenn ich so glühe, wie es sich für mich gut tut, dann verbrennen sich an mir die anderen. Sie fühlen sich von mir bedrängt.
- Lass uns runter gehen.

Zwei wunderschöne Feuervögel flogen senkrecht auf ein Felsplateau zu, schlugen auf und verbrannten zu Asche. Aus der Staubwolke formten sich zwei Gestalten, eine Frau und ein Mädchen. Die Konturen wurden fester, zwei brennende Menschen setzten sich gegenüber.
- Ich bin erstaunt, dass du das jetzt schon dein Feuer weniger heiß brennen kannst, - sprach die Frau.
Das Mädchen war sichtlich stolz auf sich.
- Aber wie du richtig bemerkt hast, wir Feuergestalten müssen aufpassen, dass wir heiß genug glühen, sonst geht es uns nicht gut, - setzte die Frau hinzu.
- Mama, was soll ich nur tun? - wiederholte das Mädchen ihre Frage.

Mittwoch, 4. November 2015

Der Weisheitszahn

Vor ca. einem halben Jahr ist er durchgebrochen, gejuckt hat es, sag ich euch - da verstehe ich die Unruhe bei Babys, die ihre Zähne bekommen. Nach und nach kamen alle vier Huckel raus und als mein Zahnarzt den Zahn ziehen wollte, habe ich abgewehrt. Ich lasse mir doch meine Weisheit nicht nehmen )))

Vor zwei-drei Wochen fing es aber an zu Schmerzen, der ganze rechte Oberkiefer. Ich konnte noch nicht mal sagen, welcher Zahn das genau war. Meine Rettung war das Zahnöl von der Bahnhofsapotheke. Auf die Backe schmieren und alles beruhigt sich. Als es dann aber schon so schlimm war, dass ich kaum was essen konnte und auch nachts wach geworden bin, weil es so gezogen hat, da fiel die Entscheidung - ab zum Arzt.

Der Zahn war schnell draußen, keine Minute hat das Ziehen gedauert. Und was sehe ich? Der Zahn ist innen fast hohl und bröckelt auseinander. Und der Gestank erst! Bin heilfroh, dass er raus ist. Mundgeruch ade. Das Loch im Zahnfleisch schmerzt noch ein wenig und wird mit Teebaumöl vorsichtig bearbeitet, aber ich kann wieder essen und schlafen, juhu!

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht geguckt hätte, was das zu bedeuten hat. Irgendwas versucht mir ja der Körper damit zu sagen. Und siehe da, ich stolpere im Internet über eine Zahntabelle. Alle oberen Zähne stehen für Wünsche und die unteren für Haben. Unterdrückte Wünsche sind hier also das Problem, so weit so gut. Die Weisheitszähne hängen mit dem höheren Selbst zusammen.

Und was wünsche ich mir schon länger? Eine eigene Praxis, Schüler und Klienten. Ich habe mich so lange vor dem Wunsch versteckt, dass der Körper es nicht ausgehalten hat und mir gezeigt hat: Hey, wach auf! Mach was draus. Nun habe ich die Absicht mit der Ausbildung bei Tom weiter zu machen. Das Ziel ist der Trainerschein. Danke, lieber Körper, danke für den Denkanstoß!

Freitag, 9. Oktober 2015

Warum Werbung uns schadet

Ich habe keinen Fernseher und auch kein Radio. Wenn ich was ansehen will, dann gibt es eine Auswahl an Filmen im Internet. Aber wenn wir dann bei meinen Eltern sind, wo der Fernseher oft stundenlang läuft oder wenn ich an einem Werbeplakat vorbei gehe, dann muss ich mich wieder über die Werbung aufregen.

Eine positive Gehirnwäsche gehört meiner Ansicht nach auch zu Heilertätigkeit. Wollen wir doch mal sehen, welche Lügen im Sieb der Waschmaschine hängen bleibt.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Was ist eine Aura?

Heute wieder etwas aus meiner heilerischen Tätigkeit. Was ist eine Aura?

Das da auf dem Bild, das ist nur eine schöne Zeichnung, so können manche die Aura sehen. Das heißt nicht, dass sie so aussieht, denn jeder hat eine andere Wahrnehmung. Ich glaube jeder kennt die Diskussionen, wenn man nicht einig werden kann was rot und was dunkelrot ist, oder?

Donnerstag, 3. September 2015

Ein Date mit der Liebe

Heute ist die letzte Lektion von Love Revolution und die Aufgabe war sich zu einem Ort zu begeben, der einem heiligt ist, um dort die Liebe zu treffen. Nein, nicht die Liebe des Lebens in Form einer Person. Die Liebe selbst.

Wohin soll ich gehen? In meinen Garten? Oder in mein Nähkämmerlein? Ein hübsches Cafe? Nein, diese Orte an denen bin ich zwar gerne, aber heilig sind sie mir nicht. Das einzige was mir einfällt ist eine Bergkapelle. Die ist aber in Wagrain in Österreich und ich werde da nicht einfach so schnell hin fahren können. Na gut, dann gäbe es noch die Wallfahrtskirche in Altötting. In der fühle ich so eine gewisse Ruhe und der Ort ist mir heilig, auch wenn ich nicht unbedingt gläubig im christlichen Sinne bin. Früher haben die Menschen Kirchen intuitiv an Kraftorten gebaut. Ihr wisst schon, diese besonderen Orte, wo es einem einfach gut geht. Man weiß nicht wieso, aber es fühlt sich herrlich an.

Dienstag, 1. September 2015

Mein Herz brennt für die Montessori-Schule in Eberharting

Ich bin gefragt worden, ob ich mit der Schule meiner Kinder zufrieden bin. Nein, bin ich nicht. Ich bin begeistert! Und ich habe alles, was ich dort bewundere, aufgeschrieben. 

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Erziehen oder aufziehen?

Erziehung. Ehrlich gesagt, mag ich dieses Wort überhaupt nicht. Das klingt so, als ob das Kind nicht richtig wäre, so wie es ist. Als ob es ein Stück formloser Ton wäre und man muss daraus was machen. Aufziehen, ja, das ist schon besser. Da sein, den Nährboden bieten, unterstützen, helfen, etwas beibringen. Wobei ich da immer einen Spruch im Kopf habe, der bei uns in der Schule in der Garderobe hängt. "Ich hätte so manches besser verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte." Also eher zeigen, vorleben. Wenn ich Teigtaschen mache z. B. muss ich höllisch aufpassen, dass ich nicht rum meckere, dass die Kinder es nicht so machen, wie ich es gerne hätte. Sie lernen durch mich, sie sehen, wie ich es mache und machen es mir nach.

Donnerstag, 27. August 2015

Eine Katze, eine Kerze und ich.

http://static.zoonar.de/img/www_repository2/8f/00/8e/10_62f2e45e52cc64e83e5d9fb1d087b8cc.jpg Und wieder gab es Zoff mit dem Mann, wieder sind wir zusammengestoßen wie zwei Eisberge und haben uns gegenseitig einige Kanten und Ecken abgeschürft. Wobei ich das Gefühl hatte, dass ich der größere Eisberg war und ihn so richtig gerammt habe. Überrumpelt und nieder geschlagen. Ich saß auf der Terrasse und sah in den Sternenhimmel. Unzufrieden war ich mit mir und mit ihm und mit der ganzen Welt.
Inspiriert von Veit Lindau und seinem Kurs "LoveRevolution". Ist also nicht meine Weisheit und auch nicht die der Katze, sondern die von Veit. Siehe Lektion 29 von Love Revolution. 

- Na, grollst du mal wieder vor dich hin? - fragte eine sanfte Stimme.
Oh, meine süße graue Katze! Wie sehr ich sie vermisst habe! Dieses geheimnisvolle Wesen, das mit mir spricht. Eine sprechende Katze? Das hätte mich noch vor einer gewissen Zeit durch einander gebracht, aber nun, nun war es etwas ganz normales. Nein, es war etwas außergewöhnliches, aber trotzdem nicht mehr zum Davonspringen.

- Grollen? Hm, weiß nicht, - antwortete ich.
- Was ist es dann? - schnurrte sie leise.
- Naja, ich bin sauer. Sauer auf meinen Mann, sauer auf mich, sauer auf alle.
- Auf alle? Wen zum Beispiel? - hackte die Katze nach.
- Meine Eltern, - gab ich unwollend zu.
- Wieso? Was wirfst du ihnen vor?
- Mein Vater, der war nie da für uns, für mich. Da wo ich Schutz gebraucht hätte. Und Aufmerksamkeit. Und meine Mutter, die hat mir ein falsches Frauenbild vermittelt.
- Falsches Bild?
- Naja, sie hat immer gepowert, hat sich nie wirklich geliebt, war immer nur für andere da.

Dienstag, 28. Juli 2015

Was weißt du schon von Verzweiflung?

Ich gehe ins Kinderzimmer rein, der Hund trägt eine zugegeben recht hübsche Spitzenhaube in bleu, ein Oberteil mit Blümchen und ein orangefarbenes Bandana um den Hals. Die Kinder versuchen ihm gerade Babyschuhe anzuziehen. Ich sehe die Kinder an, versuche mich mit dem Schimpfen zurück zu halten. Dann sehe ich den Hund an, unsere Blicke treffen sich. "Was weißt du schon von Verzweiflung?"- steht in seinen Augen.

Ich gehe auf die Terrasse raus, die Kinder lesen brav, ich klopfe mir auf die Schulter, gut gemacht, gut erzogen. Da höre ich ein leises Aufwinseln, der Hund wird an den Hinterpfoten zurück auf den Sitzsack gezogen. Ich sehe ihn an, er sieht mich an und es schwappt über. "Was weißt du schon von Verzweiflung?"

Der Hund ist in den Garten gestürmt, ich hinterher, so schnell ich kann, weil ich ja noch im Nachhemd in. Also Zwischenstopp im Schlafzimmer. Der Hund steht mit gebuckeltem Rücken mitten auf dem Rasen und macht sein Geschäft. Ich fange an zu schimpfen, auch wenn ich verstehe, dass ich es nicht schaffen werde ihn zu packen und in die Büsche zu bringen. Er ist fast fertig, schaut mich an, dieser Blick unter der Stirn. "Was weißt du schon von Verzweiflung?"

Montag, 27. Juli 2015

Der Archivar und der Freigeist


Ursprünglich hiess sie Nastja, ich dachte an Anpassung und es wurde Natalie daraus. Ist ja mein Märchen, darf es übersetzen, wie ich will. Dann fand ich aber, dass es schade um den Namen ist. Hier also das ganze Märchen.

- Und glaub ja nicht, dass ich zurück kommen werde! Ich hasse dich! - schrie Nastja wütend als sie die Tür hinter sich zuschlug. Sie schmiss sich die Tasche auf die Schulter und stapfte die Treppe runter. Warum passiert das jedes Mal? Warum? Zuerst scheint es ein toller Typ zu sein und dann ist es aber genau so einer, wie der vorherige Kandidat. In solch düsteren Gedanken stolperte Nastja auf der vorletzten Stufe und purzelte runter. Gelandet war sie aber mit einem Aufschrei nicht vor der Ausgangstür, sondern im dunklen Keller. War sie so in Gedanken, dass sie eine Treppe zu viel runter gelaufen ist, den Ausgang verpasst hat und weiter runter gegangen war?

Gottchen ist es dunkel hier! Nastja versuchte das Treppengeländer zu ertasten, aber das misslang ihr. Weder eine Treppe, noch ein Geländer. Nicht einmal Wände. Böse Geschichte! Oh, was leuchtet denn da? Kann man da vielleicht raus? Wie lange sie ging, war schwer zu urteilen, denn sie bewegte sich langsam und unsicher. Und der Boden ist auch noch so uneben. Das Licht kam von einem Türspalt und Nastja öffnete die Tür vorsichtig. Ein langer Korridor, Regale mit Kisten und Mappen und irgendwo im hintersten Winkel brennt eine Lampe auf einem Tisch. Nastja ging auf sie zu und sah, dass es gar kein Korridor ist, es gibt sehr wohl Gänge zwischen den Regalen und dort weitere Reihen von Regalen voll mit Kisten und Mappen. Meine Güte, was ist das bloß?

Freitag, 24. Juli 2015

Der Archivar und der Freigeist - Teil 1

- Und glaub ja nicht, dass ich zurück kommen werde! Ich hasse dich! - schrie Natalie wütend als sie die Tür hinter sich zuschlug. Sie schmiss sich die Tasche auf die Schulter und stapfte die Treppe runter. Warum passiert das jedes Mal? Warum? Zuerst scheint es ein toller Typ zu sein und dann ist es aber genau so einer, wie der vorherige Kandidat. In solch düsteren Gedanken stolperte Natalie auf der vorletzten Stufe und purzelte runter. Gelandet war sie aber mit einem Aufschrei nicht vor der Ausgangstür, sondern im dunklen Keller. War sie so in Gedanken, dass sie eine Treppe zu viel runter gelaufen ist, den Ausgang verpasst hat und weiter runter gegangen war?

Gottchen ist es dunkel hier! Natalie versuchte das Treppengeländer zu ertasten, aber das misslang ihr. Weder eine Treppe, noch ein Geländer. Nicht einmal Wände. Böse Geschichte! Oh, was leuchtet denn da? Kann man da vielleicht raus? Wie lange sie ging, war schwer zu urteilen, denn sie bewegte sich langsam und unsicher. Und der Boden ist auch noch so uneben. Das Licht kam von einem Türspalt und Natalie öffnete die Tür vorsichtig. Ein langer Korridor, Regale mit Kisten und Mappen und irgendwo im hintersten Winkel brennt eine Lampe auf einem Tisch. Natalie ging auf sie zu und sah, dass es gar kein Korridor ist, es gibt sehr wohl Gänge zwischen den Regalen und dort weitere Reihen von Regalen voll mit Kisten und Mappen. Meine Güte, was ist das bloß?

Eine neue Inkarnation


Es hat mich so berührt, dass ich es übersetzt habe.
- Hallo, wen beobachtest du da?
- Hallo. Die da…
Die Angekommene sah in die gezeigte Richtung und erblickte ein hübsches, junges Paar, das so mit sich selbst beschäftigt war, dass sie keinen herum bemerkten, aber dafür fing es viele Blicke von Vorbeigehenden. War auch verständlich. Sie ist sehr schön, schlank, hat funkelnde Augen und helles welliges Haar, da er immer wieder berührte. Und er ist groß, kein Modelltyp, manch einer könnte ihn sogar etwas hässlich nennen, aber er hatte diese besondere Anziehungskraft. Männliche Kraft, Charisma, er gehörte zu denen, von denen man den Blick nur schwer abwenden kann, denn seine Gesichtszüge ziehen einen an wie ein Magnit. Von so einem Gesicht sagt man, es ist lebendig und er kannte eine Menge guter Geschichten und deshalb war es mit ihm leicht, interessant und spannend.
- Wer ist da?
- Meine zukünftigen Eltern…